AikiMünster

Sansuikai Seminar Antwerpen

 

5. Juli 2016

DOWNLOAD

Erfahrungsbercht – Wochenendelehrgang in Antwerpen

Es war Freitag, der 01. Juli 2016, um ca. 15 Uhr, als ich meine beiden Mitstreiter Katharina und Simon bei den Münsteraner Physik-Instituten einsammelte, um gemeinsam mit Ihnen die Reise zu meinem zweiten Sansuikai-Seminar, diesmal in Antwerpen, anzutreten. Unsere erste Bewährungsprobe meisterten wir mit Bravour, indem wir dank Simons Navigations-künsten und der Stimme aus dem Off (Katharina auf dem Rücksitz) im letzten Moment eine Vollsperrung umfuhren, die uns locker eine Stunde gekostet hätte. So schafften wir es trotz erwartungsgemäß dichtem Verkehr, um halb sieben am Dojo zu sein, wo wir pünktlich um sieben für die ersten beiden Trainingsstunden auf der Matte standen. Nach diesem intensiven Auftakt hatten wir uns den Dojo-Pizza-Abend inklusive Rudel-gucken des EM-Viertelfinals Belgien-Wales redlich verdient.

Gestärkt durch ausreichend Schlaf im Haus unseres herzlichen Gastgebers Gary und das ausgiebige, von seiner Frau vorbereitete Frühstück starteten wir in das Training am Samstag. Nachdem wir am Abend zuvor bereits unter dem Gastgeber Peter van Marcke Sensei und dem mallorquinischen Gast-Trainer Manolo Sensei trainiert hatten, kamen wir nun in den Genuss von Jesús Senseis dynamischen Gyakyu-hanmi Techniken, sowie Tanto-Abwehr-Techniken gegen Jodan-tsuki Angriffe, welche uns von Jules Sensei aus Stuttgart vorgestellt wurden. Nach einer Stärkung mit Baguettes und Bananen in der Mittagspause folgten am Nachmittag weitere Stunden mit Peter Sensei und Manolo Sensei. Zum Abschluss des Trainingstages lernten wir bei Jules Sensei Abwehrtechniken gegen seitliche Tritte kennen, die nicht nur Nage, sondern auch Uke vor ungewohnte Herausforderungen stellten und nicht ohne den einen oder anderen Lacher ob des interessanten Ukemi auskamen. Seitdem weiß ich, dass Yonkyo auch am Bein angewandt werden, und auch Aikido zeitweise wie Wrestling aussehen kann. Am Abend wurden wir zunächst durch ein hervorragendes Abendessen von Garys Frau verwöhnt, bevor wir uns schließlich zu der 50-40-30 Party von Peter Sensei aufmachten, zu der wir kurzfristig noch eingeladen worden waren. Er feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag, 40 Jahre Aikido-Training und sein 30-jähriges Trainer-Jubiläum.

Am Sonntagmorgen starteten wir weitestgehend fit in den bereits letzten Tag des Antwerpen-Seminars. Auch an diesem Tag erfreuten wir uns wieder abwechslungsreicher Trainings-Einheiten mit den Senseis Manolo, Peter und Jules, bevor sich in der Mittagspause die Stuttgarter Teilnehmer-Gruppe wegen der langen Rückfahrt bereits verab-schiedete. Die verbleibenden Seminar-Teilnehmer, inklusive uns, widmeten uns am Nachmittag unter Edo Sensei aus Eindhoven in einer langen Trainingsstunde dem Freifall sowie dem Ukemi bei Koshi-nage, welches wir nach einigen vorbereitenden Übungen auch bei Koshi-nage selbst übten. Es war eine anstrengende Stunde, trug aber zumindest bei mir dazu bei, dass Koshi-nage etwas von seinem Schrecken verlor. Nach einer verkürzten Abschluss-Einheit von Jesús Sensei und ausgiebigen Verabschiedun-gen von allen genehmigten wir uns zunächst noch original belgische Pommes in der Stadt, bevor wir uns schließlich auf den Rückweg nach Münster machten, wo wir kurz vor neun Uhr abends ankamen.

Fazit: Im Vergleich zu meinem ersten Sansuikai-Seminar in Brüssel mit Yamada Sensei war das Antwerpener Seminar mit maximal vierzig Aikidoka gleichzeitig auf der Matte etwas beschaulicher und gab mir als Neuling im unserem Verband so auch eher die Gelegenheit, die anderen Aikidoka, die immerhin aus fünf verschiedenen Ländern kamen, auch abseits der Matte kennen zu lernen. Trotz der geringeren Größe bot sich reichlich Gelegenheit, ab-wechslungsreich und mit höherrangigen Aikidoka zu trainieren. Wie schon das vorige Seminar hat auch zweite Seminar Spaß und Lust auf mehr gemacht, und mit viel Vorfreude blicke ich dem ultimativen Aikido-Höhepunkt des Jahres, dem einwöchigen Seminar in Bernau entgegen, wo ich nun auch ein paar bekannte Gesichter wiedersehen werde.

Autorin: Inga Knigge

 

IMAG2251-new3